Idee und Ziel
Das
Projekt geht zurück auf Studierende der Universität
Trøndheim / Norwegen, die bereits seit 1999 eine
jährliche
Teddybärenklinik etabliert haben. Mittlerweile gibt es
Teddybär Krankenhäuser in ganz Skandinavien, in
vielen
deutschen Universitätsstädten sowie in
Großbritannien
und Portugal. Unser Anliegen ist es, Kindern auf spielerische Weise die
Angst vor Ärzten und Krankenhäusern zu nehmen: Im
Rahmen
ihres Besuches im Teddybär-Krankenhaus können sie
ihre Teddys
oder Puppen von Teddy-Ärzten (Medizinstudierenden) behandeln
lassen und so die Krankenhaussituation oder den Besuch beim Kinderarzt
in einer unbeschwerten Situation erleben. Die Kinder sind selbst nicht
als Patient oder Patientin betroffen. Folglich übernehmen sie
für ihre Kuscheltiere die Rolle der betreuenden Person und
gewinnen einen neuen Eindruck von der Untersuchung sowie den
ergriffenen Maßnahmen.
Die Studenten werden auf ihren Einsatz in einem Seminar vorbereitet, das in Zusammenarbeit mit einem Professor oder Facharzt für Kinderheilkunde und gegebenenfalls mit einem Psychologen der Kinderklinik durchgeführt wird.
Zielgruppe
Primär wenden wir uns an Kindergärten und Grundschulklassen, in welchen das Thema Krankheit von den Kindern und den Pädagogen / -innen im Vorfeld in kleinen Gruppen erarbeitet wurde. Auch möchten wir Kindern, die nicht in einer Kindergartengruppe organisiert sind, die Gelegenheit bieten, an unserem Projekt teilzunehmen. Sie sind herzlich eingeladen, ihr Kuscheltier mitzubringen und uns zu besuchen. Die Kinder sollen ihren Stofftieren Krankheiten zuweisen, die im Teddybär Krankenhaus behandelt und geheilt werden.
Durchführung
Für den Zeitraum der Veranstaltung wird ein gut zugänglicher öffentlicher Platz zum Teddy-Krankenhaus umgebaut. Wir stellen dort Zelte auf, in denen Kinderbetreuung und Krankenhaus Platz haben. Um einen möglichst realistischen und abwechslungsreichen Einblick zu vermitteln, wird das Krankenhaus mit Untersuchungstischen, Anmeldung, Apotheke, OP-Bereich und Röntgen-, EKG- und Sonographieabteilung ausgestattet.
Zum Szenario
Zunächst
erfragen die
Medizinstudierenden die
Krankengeschichte
der Teddy-Patienten von den Kindern. Wichtig ist, dass dabei
gesundheitliche Probleme der Kinder selbst unberührt bleiben.
Dies
entspricht nicht der Zielsetzung des Projektes und weder kann noch soll
dies von Studierenden geleistet werden.
Die Behandlung der Teddy-Patienten beginnt mit einer allgemeinen
Untersuchung und umfasst Wiegen, Messen, Abhören und Abtasten.
Bei gegebenen Krankheitsbild werden auch Verbände angelegt,
Brüche geschient und vorhandene Löcher im OP
genäht.
Anschließend folgt die obligatorische Smarties-Medikation.
Besonderen Wert legen wir auf den einbeziehenden Dialog mit den Kindern
und die kindgerechten Erklärung der einzelnen
Untersuchungsschritte.

